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Er läßt die Soldaten ihr Gepäcks ablegen, undAelte aufschlagen, als wenn er die Nacht über hierkampieren wollte. Hier, sprach er, wo uns schon derväterliche Boden entgegen lacht, erwartet uns nach sovielen überstandenen Gefahren der letzte Kampf. Erberief die beyden Veroneser Gazaban und Isaak zusich, um sie über die Beschaffenheit des OrtS, und wassie wohlfürdaszuträglichstehielten, zu befragen. Wirwissen, antworteten sie, euch keinen bessern Rath zugeben, als daß ihr den hohen fast unzugänglichen Fel-sen zu erreichen sucht, wenn er anders nicht schon vonden Feinden besetzt ist.
Friedrich befolgte diesen Rath. Zweyhundertauserlesene junge Leute gehen unter Anführung desFahmragersBtto von Wittels buch durch dicke Heiden,über die unwegsamsten Berge und Felsen, und kamenendlich bey dem bestimmten Platze an. Nun aberwar noch eine Schwierigkeit zu überwinden. DerFels, den sie erklimmen sollten, war gleichsam abge«meisclt, und bot keine Stelle dar, wo nur ein Fußtrittmöglich gewesen wäre. Doch halfen sie sich unter ein-ander, so gut sie konnten. Der eine gab seinen Rü-cken, der andre feine Schultern her, um feinem Ka-meraden in die Höhe zu helfen. Endlich machten siesich Leitern aus ihren Lanzen, weil ihnen diese Waffebey ihrer schweren Rüstung ohnehin zur Last fiel, undso kamen sie alle glücklich hinauf.
Kaum waren sie geborgen , so zog Otto die kai-serliche Fahne hervor, die er so lange versteckt gehaltenhatte. Bey diesem Signal erhoben sie ein lautes Geschrey, und zugleich setzte sich die unten im Thal ste-hende Armee in Bewegung. Das Entsetzen der Räu-ber übersteigt alle Beschreibung, da sie sich von beydenSeiten und vorzüglich von derjenigen angegriffen sa-
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