242 --
vorzüglich in der Gegend von Rom, schadete den Deut,schcn mehr als alle römischen Waffen.
Nach einem so glänzenden Siege kehrte Frie-drich in sein Lager zurück. Den folgenden Tag zoger sich, weil ihm der erbitterte Bürger keine Zufuhrzukommen ließ, in die Ebene zurück, und von da inein anmuthiges Thal unweit der Stadt Tibur, wo er demermüdeten Soldaten einige Ruhe vergönnte. NunNahte sich das Fest der Apostel Peter und Paul, dasder ganzen römischen Kirche, vorzüglich aber demPab.sie und dem Kaiser, heilig ist. An diesem Tage wuttde von dem Pabst Adrian das Hochamt gehalten,und der Kaiser gekrönt. Der erstere soll bey derMesse alle, die im Gefechte mit den Römern Men«scheu:luc vergossen, absolvirt haben, und zwar auSdem Grunde, weil der Soldat der in Dienst des Für«sten gegen den Feind des Reichs streitet, nach göttli«chen und menschlichen Rechten, nicht als Mörder, son-dern als Rächer der beleidigten Majestät anzusehenist. Aus diesem Thal rückte der Kaiser in die Gegendzwischen Tusculum und Rom.
Jetzt nahten die Hundstage heran. Aus den»abgelegenen Sümpfen stiegen dicke-Nebel hervor,welche die Luft rings umher verpesteten. Der Bur-ger von Rom, der um diese Zeit auf die Berge fiieht,empfand ihre Unbequemlichkeit eben so gut, als deran das Clima völlig ungewohnte Deutsche; und hät-te letzterer nur diesem Ungemach Trotz bieten können,so würde er die Römer leicht übermeistert haben.Weil aber verheerende Seuchen unter der Armee ein-rissen, so mußte Friedrich sich in die nahen Bergge-genden zurückziehen, und die Kranken dort heilenlassen.