Ehe er von Asii abzog, machte er mit Zuziehungeinsichtsvoller Personen eine Verordnung, die den vie-len Uneinigkeiten in der Armee abhelfen sollte, undvon allen und jeden beschworen werden mußte. Zufolgederselben durfte Niemand innerhalb des Lagers einSchwert zu irgend einem Nachtheil seines Kümmern-den tragen, oder mußte gewärtig styn, im Uebertre-tungöfall, wenn er einen verwundete, die Hand odergar den Kopfzu verlieren. Dieses so weise als nothwen-dige Gesetz that die beste Wirkung, und brachte dieunüberlegte Jugendhitze zur Ruhe.
Nicht weit von Asti lag die Stadt Tortona, diedurch Natur^und Kunst wohl befestigt war, und sichmit den Maylandern gegen Pavia verbunden hatte.Der größte Theil des Gebietes von Pavia erstreckt sichüber den Fluß Tesin hinaus, wird durch keinen Flußoder Berg begrenzt, und ist daher mehr den Placke-rcyen der Tortoneser als der Maylander ausgesetzt.
Friedrich forderte die erstem auf, ihr Bund-«iß mit den letztem aufzugeben, weil sie sich aber des-sen weigerten, so wurden auch sie für Feinde des Reichserklärt. Darauf rückte er von Asti in eine Mark, Na-mens Busca, wo er einige Tage campirte, wahrend daßeinige seiner Truppen, mit seinem Bruder Conrad, demBurgundischen Herzog Bertold, und seinem Fahntra-ger Otto, einem Pfalzgrafen aus Bayern, vorausgien-gen, um die Lage der Stadt ausznkundschaften,welche, nachdem sie selbst bis an die Vestungswer«ke gestreift, und alles gehörig in Augenschein genom-men, auf der andern Seite des Flusses Taner in derNahe desselben sich setzten.
Drey Tage darauf kam auch Friedrich an diesemFluß an, der aber durch plötzliche Regengüsse sosehr
an-