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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
216
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Friedrich rückte aus den Ronkalischen Feldern insMayländische ein, wurde aber von den Consuln an dür-re unfruchtbare Oerter geführt, wo selbst gegen Be-zahlung keine Lebensmittel zu erhalten waren. Unwil.lig über diesen Betrug entließ er seine Wegweiser, undsteng jetzt an, die Mayländer feindlich zu behandeln.Zufälliger Weise trat damals ein heftiges Regenwetterein, wodurch die Erbitterung der Soldaten, die schongenug vorn Hunger leiden mußten, aufs Höchste getrie-ben wurden, so, daß alle sich bemühten, den Monar-chen noch mehr gegen die Mayländer aufzubringen.

Eins andere Ursache eines Hasses gegen sie war,daß sie sich weigerten, die von ihnen zerstörten Städtewieder aufzubauen, ja sogar Versuche machten, ihn durchBestechungen auf ihre Seite zu ziehen. Friedrich zogalso sein Heer aus den Wüsteneyen in beßre Gegen-den, und ließ es nicht weit von der Stadt von dem be-schwerlichen Marsche ausruhen.

In der Nähe lag ein sehr volkreiches StädtchenRosetta, in welchem die Mayländer eine Besatzungvon fünfhundert bewaffneten Reutern unterhielten.Diese hatten Befehl, alles, was irgend brauchbar war,zu vernichten, den Ort anzuzünden, und sich nach Mail-and zurückzuziehen. Einige von ihnen wurden vorden Thoren der Stadt von Friedrichs Leuten theils ver-wundet , theils gefangen.

Die Mayländer versahen sich aus einem so miß-lichen Anfänge keines glücklichen Fortgangs, und schleif-ten, um Friedrichs Zorn zu stillen, das Haus des Con-sul Gerhard, der als Urheber dieses Unglücks anzuse-hen war. Friedrich aber kehrte sich nicht daran, son-dern drang, um ihnen noch mehr wehe zu thun, biszum Fluß Tesin vor. Ueber diesen Fluß führen zweyhölzerne Brücken, welche von den Mayländer« zum

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