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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
215
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me- des Saatkorns und der allernöthkgsten zum Feldbaugehörigen Ochsen, völligen Gebrauch zu machen.

Wahrend der fünf Tage, welche Friedrich in denRonkalischen Feldern verweilte, erschienen viele Für-sten, und die Angesehensten aus allen Städten, alsDepytirte vor ihm, und brachten ihre Klagen an.Wilhelm, Marggraf von Montferrat, der von allenitalienischen Edeln fast allein die Obermacht der Städtenicht anerkannte, beschwerte sich in Verbindung mitden Bisch off von Asti, über den Uebermuth der Asteu-src; der erstere führte noch besondere Klagen über disEinwohner von Caira.

Es würde meiner Mcynung nach ein sehr uner-heblicher Beytrag zur Geschichte der siegreichen Unter-^ nehmungen Friedrichs seyn, wenn ich alle Castelle,Bergschlösser, Städte und dergleichen, die er zum^ Theil mit stürmender Hand erobert hat, einzeln hcr-nennen wollte. Ich übergehe sie lieber, um zu demWichtigem zu eilen. Ferner kamen die Consuln ausComo und Lodi, in Gegenwart der Mayländischen Con-suln Obert von Otto und Gerhard Negrs, mit Be-schwerden über die Unterdrückungen ein, welche sie vonden Mailänder erdulden mußten. Da nun Friedrichdas obere Italien betreten, und durch das Maylandi-sche Gebieth gehen wollte, so behielt er jene Consuls beysich, um sie als Wegweiser und zuBestellungder Quartierezu gebrauchen. Endlich fanden sich auch Gesandte der Ge-nueser ein, welche ohnlängst Almeria und Lissabon, zweyi, wichtige durch Seidenmanufacturen berühmte spanischeStädte den Sarazenen abgenommen, und daselbst rei-che Beute gemacht hatten. Sie brachten unter andernkostbaren Geschenken, Löwen, Straußen und Affe«mit.

O 4 Fried-