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renvollen Beförderungen gelangen. Hierin liegt derGrund, warum sie vor allen übrigen Städten an Machtund Reichthum so viel voraus haben; ausserdem kömmtihnen auch noch die Abwejenheit der römischen Kaisersehr wohl zu statten.
Das einzige, was ihnen aus der vorigen Rohheitzurückgeblieben ist, besteht darum, daß sie keinen Ge-sehengehorchen, so sehr sie sich auch rühmen, nach Ge-sehen zu leben. Denn den Kaiser, dein sie doch ohnealle Schwierigkeiten sich unterwerfen sollten, empfan-gen sie fast nie mit der ihm gebührenden Ehrfurcht;oder unterziehen sich seinen Gesehen nicht anders, alswenn ihnen eine starke Erecution ins Land geschickt wird.Anstatt nun, daß der Unterthan durch Gesehe, derFeind durch Waffen gezwungen wird, so empfangensie den Kaiser, der doch nur die ihm zuständigen Rech-te fordert, öfters als einen Feind.
Hieraus entsteht nun ein doppelter Schade fürden Staat, sowohl in Rücksicht auf den Kaiser, alsauf den Unterthan: jener inuß seine Aufmerksamkeitauf Bezwingung der Rebellen lenken , dieser muß sichbemühen ein Heer ins Feld zu stellen: und der Unrer-than verliehrt immer sehr viel, wenn er mit Gewalt zumGehorsam gezwungen wird. Der Landesherr ist in die-sem Fall bey Gott und Menschen entschuldigt, da ernicht anders handeln konnte, als er handelt; aus denUnterthan hingegen fallt der ganze Vorwurf zurück.
Unter den Städten des Landes, von dem hier dieRede ist, behielt Mayland, das zwischen dem Po undden Alpen liegt, den Vorzug. Es führt den NamenMayland (Kke.iiolmmm, Mittelland) von seiner Lage,indem es auf einer Insel liegt, die von den Flüßen Te-st» und der Adda, welche von den Alpen herab in den
O z Po