ihm den feigen Rückzug der gesummten Flotte zuverhehlen.
So war nun zwar das Ungewitter von der einenSeite zertheilt, dagegen aber zog sich auf der andernein neues nicht minder drohendes zusammen. Michaelaus Amaßriö, Commendant von Acrunium, rebellirtegegen den Kaiser, und richtete in der umliegenden Ge-gend die entsetzlichsten Verwüstungen an, biß ihm end-lich Georg DecanuS das Ziel steckte, indem er nach ei-ner dreymonathlichen Belagerung die Stadt eroberte,ihn gefangen nahm und an den Kaiser schickte, der diesenAusrührer noch vor Sonnenuntergang wieder begnadig-te, und reichlich beschenkte, nachdem er ihn eine Weiledurch seine Drohungen in Todesangst gesetzt hatte.
Wenn mein Vater für alle seine Gütigkeit, dieer bey jedem Vorfälle erwieß, doch nichts als denschnödesten Undank davon trug, gieng es ihm da anders,als unserm Herrn und Heyland, der den Juden beyund nach ihrem Ausgange aus Egypten so viele Wohl-thaten ertheilte, und dafür von ihnen ans Kreutz ge-schlagen ward? Ach! Thränen entquellen meinemAuge, mein Herz pocht vor gerechtem Unwillen, undfast möchte ich jene Schandnahmen aufzählen, die seineGüte so schändlich vergalten. — Aber ich schweige,und tröste mich mit dem Ausstriche des Dichters:„Dulde ruhig armes Herz. Du hast schon größereleiden ertragen"
Itzt komm ich auf die Unternehmungen der Ar-mee, welche auf des Sultans Saisom Befehl ausChorosan in zwey Abtheilungen ausgegangen war.Die eine gieng durch die Gegend von Sinai, dis andredurch das eigentlich sogenannte Asien. ConstantiuSgeht ihnen bis Kerbianum entgegen, greift sie muthig
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