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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
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Leute die bloß nach Eyd und Pflicht handelten, Scho-nung aus, welche ihnen auch eydiich zugcsichert ward.Kurz Bohemund erbrach des Kaisers Briefe, und wä-re bald ohnmächtig zu Boden gesunken, als er ihrenInhalt erfuhr. Er bestellte einige heimliche Aufseher,die auf alle Unternehmungen der verdächtigen Perso-nen ein wachsames Auge haben mußten, und verschloßsich sechs Tage in seinem Gezelte, wo er ganz dem Ge-danken nachhieng, ob er in einer allgemeinen Versamm-lung der angeschuldigten Ofsiciere seinen Bruder Gui-do zur Rede stellen, und ihm so gleich die Beweiseseiner Untreue vorlegen solle, oder nicht; ferner wußteer nicht, wie er den Verlust so vieler edler Ritter wiederersehen sollte, deren Entfernung ihm nothwendig un-endlichen Nachtheil zuziehen würde. Endlich fiel seineEntschließung dahin aus, sie an ihren Posten zu lasten,und ihre Herzen durch ein gefälliges Betragen zu ge-winnen. Vielleicht mochte er es auch mit der Zeit ge-merkt haben, was es eigentlich für eine Bewandniß mitden Briefen habe.

Der Kaiser hatte mehrere Haufen, unter derAnführung seiner besten Oificieren in die Pässe vertheilt, lund alle Wege mit Verbacken unbrauchbar machen las- ^sen. Bohemund detachirte seinen Bruder Guido, denGrasen Saracen und Contopagan gegen Daura. Ei-nige mit den Schleichwegen wohl bekannte Einwohner,,aus den an der albanischen Grenze gelegnen Städten,die sich schon in seiner Gewalt befanden, gaben Weg-weiser ab, und führten die beyden letztem Grafen soan, daß sie dem Eustachius KamytzeS, der die Alba- /nischen Pässe besetzt hielt, in den Rücken fallen konn- ^ten: Guido aber gierig gerades Weges auf ihn los.Kamytzes konnte den: doppelten Angriff nicht wider- ^stehen, sondern mußte sich unter einem großen Verlust >