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den trugen den Aspietes fort, und zeigten dem Kaiserdie Wunde die er empfangen, und den Celten den ererlegt hatte. An diesen Umstand erinnerte sich meinVater, als er den Posten in Cilicien besehen wollte.Und so kam es denn, daß er ihn mit der Würde einesStratopedorchen dahin abschickte, wo er gegen Tancredhätte fechten sollen — Doch genug hievon. — Wirwollen seht wieder zum Kaiser zurückkehren, der alleFeldherren in seinen abendländischen Staaten durchBriefe nach Sehlaniha berief. Warum that er das?wollte er etwa andre für sich streiten lasten? war er sosehr in Wollust versenkt, hatte er das Bad so lieb ge-wonnen, wie diejenigen Fürsten thun, welche nur ein thie-risches Leben ftihren? Mit nichten. Er verließ seinenPallast wie oben gezeigt ist, gieng mitten durch dieabendländischen Provinzen nach Thessalonich, im Mo-nat September des Jahrs n oz, und im 2osten Jahr sei«ner Regierung. Seine Gemahlin mußte ihn, wiewohlgegen ihre Gewohnheit, begleiten, denn sie mochte nichtgern öffentlich erscheinen, sondern blieb lieber zu Hause,wo ihre Beschäfftigungen darinn bestanden, daß sieSchriften heiliger Männer las, stille Betrachtungenüber sich selbst anstellte, und Wohltharen ausspendete,vorzüglich gegen Personen, die in Tracht, Lebensweise,im Beten und wechselseitigem Gesänge sich als DienerGottes ankündigten. Mußte sie ja einmal, wenn dieUmstände es so verlangten, öffentlich auftreten, so ge-schah es mit einer Sittsamkeit, die ihre Wange mitRöche überzog. Als einst die Philosophin Theano ih-ren Arm entblößt hatte, sprach jemand im Scherz zuihr „Ihr habt einen schönen Arm" — Aber nicht, er-wiederte sie, um ihn öffentlich zur Schau zu tragen.
Die Kaiserin, meine Mutter, das Ideal erhab-ner weiblichen Tugend, das Muster eines unsträflichen
Wan-