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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
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Hülben umherzog, und den Kaiser als einen Heydenund als einen Feind der Christenheit ausschrie. Esschmachteten damals dreyhundert Grafen zu Babylonin baner Gefangenschaft. Sie waren in FeindesHände gerathen, als eine unendliche Menge Celten ausdem Abendlande nach Asien hinüberschwärmte, undAntiochien, Tyrus, nebst den angrenzenden Ländernüberschwemmte. Ihr trauriges Schicksal gieng demKaiser sehr nahe. Er wünschte nichts so sehr, als sieaus ihrer betrübten Lage zu besreyen, und schickte des-halb den Nicetas Panucomites mit Geld und Briefennach Babylon ab, um die Befreyung dieser Grafen,als eine große Gefälligkeit die der römische Hof dank-bar erwiedcrn würde, auszuwirken. Der Babylonierbewilligte das Gesuch des Nicetas. Die Grafen kamenaus ihrem Kerker und erhielten Freyheit, jedoch nichtganz unumschränkte, indem sie den Händen des Kaiser-lichen Abgeordneten anvertraut wurden, der sie nunweiter an den Kaiser überliefern sollte. Ihre Befrey-ung geschah unentgeltlich; es sey nun, daß das ange-botne Geld dem Babylonier nicht genug war, oder esgeschah wirklich aus Großmuth, und aus reinen Absich-ten , oder er suchte dadurch den Kaiser zu größern Ge-gendiensten geneigt zu machen.

Alexius war vor Freude ganz ausser sich über dieHandlung des Barbaren. Die Grafen erzählten ihmihr trauriges Schicksal, welches sie viele Jahre hin-durch ausgestanden hatten. Man hatte sie, mit Ban-den gefesselt, in einen Kerker geworfen, wo das Ta-geslicht sie nicht beschien, und ihnen weiter nichts alsBrod und Wasser gereicht wurde. Ihre Erzählung-rührte den Kaiser bis zu Thränen. Er ließ ihnen al-le nur mögliche Erholung angedeihen, gab ihnen Geldund Kleider, und behandelte sie mit der größten Freund-lichkeit-