und fallt'plötzlich in das türkische Lager. Nur wenigemuthige Krieger, die ihr Leben für nichts achteten,rhaten ihnen Widerstand, die übrigen alle suchten ihrHeyl in der Flucht. Zu ihrem Unglück befanden siesich in einer weiten Ebne, wo weder Hügel noch Sumpf,noch eine andre Vertiefung war, und wurden alle bisauf wenige, die mit der Gefangenschaft davon kamen,getödret. Nach dieser glücklichen Unternehmung besetzteSangeleö eine zum Libanon gehörige Bergspitze, woer, ausser einem festen Lagerplatz, auch noch Gelegen-heit fand, der gegenüber liegenden Stadt Tripolis dasWasser abzuschneiden. In dem Bericht, welchen ervon seinen bisherigen Progressen an den Kaiser erließ,wünschte er, daß der Ort, wo jetzt sein Lager stand,stark befestigt werden möchte, ehe noch mehrere Trup-pen aus Chorasan ankämen. Seine Bitte wurde be-willigt. Der Dux von Cypern erhielt Befehl, an derStelle, die ihm SangeleS anweisen würde, ein Castellaufzusühren, und alles was zum Bau erforderlich wäre,auf Schiffen herbeyzuschaffen.
Die alte Feindschaft, welche Bohemund beständiggegen den Kaiser im Herzen hegte, loderte in vollenFlammen auf, als er Höne, daß TzintzilukaS von Lao-dicea Besitz genommen habe. Er gab seinem NeffenTancrcd Truppen, um sie gegen diese Festung zu ge-brauchen. Sangelcs machte sich, so bald er hievonNachricht erhielt, unverzüglich auf den Weg, um dieBelagerung durch seine Gegenvorstellungen rückgängigzu machen. Allein Tancred beharrte fest auf seinemVorsatz, und jener mußte unverrichter Dinge wieder inseine Station vor Tripolis zurückkehren. TzintzilukaSforderte Hülfe; man zögerte aber in Cypern so lange,daß'er zum Theil aus Hungersnorh sich ergab.
Nach