Druckschrift 
[1] (1790) (1790)
Entstehung
Seite
268
Einzelbild herunterladen
 

268 S!!" ^

niß für die Einwohner der Gegend um Philomelionallenthalben kund thun, daß jeder der sich vor den Aga«renern sichern wolle, bey Zeiten mit seiner Familie undallen Haabseligkeiten zu ihm fliehen möge. DieseWarnung wurde sowohl von Männern als Weibernbefolgt, und nun zog der Kaiser mit seiner Armee, dengefangenen Türken, und den zu ihm geflüchteten Chri«sten nach Conftantinopel. Nur ein Corps das inmehrern Haufen agieren mußte, blieb im Felde stehn,um die Feinde zu hindern, daß sie den Kaiser nichtauf seinem Marsche beunruhigten.

Der Archisatrape Jsmael fand die schrecklichenVerwüstungen, welche Alepius auf seinem Zuge ange-richtet hatte. Menschen waren erwürgt, oder fortgetrie«beu, alles war zur Beute gemacht, und was ihmden meisten Schmerz verursachen mußte der Urhe-ber dieses Unglücks war seiner Rache entflohen. Denerlittnen Schaden wieder gut zu machen, wandte er sichnach Paipcrt, welches ohnlängst von den Kaiserlichenbesetzt und von dem berühmten Theodor Gabras ver-theidigt wurde. Er lagerte sich an dem Ufer des nahebey Paipert vorbeyfließenden Stromes. Gabras be-schloß einen nächtlichen Ausfall zu wagen dochhiervon ein mehrerö an seinem Orte.

Die Lateiner in Antiochien, von Hunger sowohlals von Feinden bestürmt, wandten sich an ihren Bi-schoff, den vormals bey Hellenopolis geschlagenen Pe-ter, und baten ihn um Rath.Ihr habt, antworteteer ihnen, das Gelübde, euch aller Ausschweifungenauf dem Wege nach Jerusalem zu enthalten, verletzt.Daher hat Gott jetzt seine Hand von euch abgezogen.Ihr müßt also zum Herrn wiederkehren, eure Sündebereuen, als Buffende unter heißen Thränen eure Reue

an