Druckschrift 
[1] (1790) (1790)
Entstehung
Seite
260
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Zu Leukä wo die große Armee innerhalb zweyerTage anlangte, gierig Bohemund, wie er es selbst ver-langt hatte, mit dem Vortrabe voraus, die andernfolgten ihm langsam nach. Er kam mit angestrengtenMärschen bis in die Gefilde vor Dorialäum. Hierdrangen die Türken, in der Meynung das ganze kelti-sche Heer vor sich zu sehen, auf ihn ein. Der stolzeLateiner, welcher die Verwegenheit gehabt hatte, sichauf den kaiserlichen Thron zu setzen, hakte sich an dieSpitze der Schlachtordnung gestellt und drang, ohneauf des Kaisers Rath zu achten, zu weit in die Tür-ken. Diese Kühnheit aber büßte er theuer. Nach-dem er vierzig von seinen Leuten verloren, mußte ersich verwundet in die Schlachtordnung zurück ziehn.Bohemund schickte aus Besorgniß Eilbothen an dienachfolgenden Celcen, die auch gleich nach erhalmerNachricht schleunigst aufbrachen und den Feind ausdem Felde schlugen. Die Türken mit ihrem SultanTamiekan, und Asan, der allein zoooo Mann an-führte, setzen sich wieder bey Hebraici, wo eineSchlacht geliefert wird. Von beyden Theilen wurdemit größter Tapferkeit gesochtcn, bis Bohemund, derden rechten Flügel befehligte, wie ein tobender Löwegegen den Sultan Klitziastran sprengte, und durchseinen persönlichen Much die Türken zum Weichenbrachten.

Dem Rach des Kaisers gehorsam, verfolgen dieSieger den fliehenden Feind nicht zu weit; nachdemsie im feindlichen Lager einen Ruhetag gehalten, er-neuerten sie bey Agrustopoliö ihren Angriff, wo siezum zweyten mal einen vollkommnen Sieg erfochten.

Das türkische Heer war nun völlig zu Grund ge-richtet. Wer noch mit dem Leben davon kam, rettetesich mit der Flucht, ließ Weib und Kind im Stich,

und