und floh, wo sich nur ein Lateiner blicken ließ. Diesehingegen rückten nun in Vereinigung mit den Kaiser-lichen durch die sogenannte reiffende Stelle vor An-tiochien, ohne sich weiter um die zu beyden Seiten ge-legenen Oerter zu bekümmern. Nach einer, dreyMonate lang ausgestandenen, Belagerung, hielten dieAnciochier beym Sultan von Chorasan um Entsatzund um Verstärkung ihrer Besatzung an.
Bohemund hatte sich mit einem Armenier, derden Thurm vertheidigte, unter welchem er mit seinenTruppen stand, in öftere vertrauliche Gespräche einge-lassen, und diesen endlich so weit gebracht, daß er ver-sprach, ihn auf ein gegebenes Signal in den Besitz desThurmeS zu setzen; nur müsse er sich mir tauglichenLeitern versehen, und die übrigen Cclren, während erdie Mauer bestieg, einen Generalsturm thün lassen.
Unterdessen verbreitete sich das Gerücht, daß derChorasanische Sultan, und sein Feldherr Kurpaganmit einer großen Menge Agarener in der Nähe stün-den. Bohemund, der seinen Anschlag bisher geheimgehalten hatte und große Lust bezeugte, Antiochien fürsich selbst zu behalten, bediente sich dieser Gelegenheit,um den TaticiuS, an den die Stadt dem Vortragegemäß hätte übergeben werden sollen, zu entfernen.„Ich bin zu sehr euer Freund, sagte er zu ihm, alsdaß ich euch ein Geheimniß daraus machen sollte, wasunsre Grafen von euch denken. Man spricht allge-mein, daß der Kaiser den Sultan von Chorasan gegenuns aufgewiegelt habe, und ist davon so überzeugt,daß man schon Anschläge gegen euer Leben gefaßt har.Denkt auf eure und eurer Leute. Wohlfahrt. Mehrkann ich euch nicht sagen."
Rz
Taticius