Zugleich verbreitete sich das Gerücht, daß derSultan zum Entsatz herbei) eile. ButumiteS mußte,als die Nieäer eö erfuhren, die Sradc verlassen. Eintürkisches Detachement, welches Befehl hatte, denheranrückenden SangeleS bloß zu beobachten, ohneeinen Angriff auf die Celtcn zu thun, wurde von denSoldaten des Sangeles angefallen. Bohemund nebstden übrigen Grafen ließen jeder 2vo Mann unter sei-ner Standarte zu ihnen stoßen, mit deren Hülfe eöüberwältigt und bis in die Nacht verfolgt ward.
Mit Anbruch des folgenden Tages erscheint derSultan mit seiner Hauptarmee in der Ebene vor Ni-caa. Die Selten fallen ihn mir ^öwenmuth an. DasTreffen war fürchterlich. Den ganzen Tag kämpftenbeyde Heere mit gleichem Glücke. Erst die einbrechen-de Nacht entschied zum Nachtheil der Türken. Vonbeyden Theilen blieben viele, noch mehrere wurden ver-wundet. Die Sieger kehren zurück und tragen zumSchrecken der Belagerten die Köpfe der erschlagnenTürken auf Spießen vor sich her. Der Sultan, deralle Hoffnung aufgab, gegen die unzählige Menschen-menge für jetzt etwas auSrichten zu können, riech denEinwohnern von Nicaa, sich bey Zeiten an den Kaiserzu ergeben.
Sangeles bedrängte von seiner Seite die Stadtvermittelst eines runden hölzernen ThurmeS, den ergegen den sogenannten Gonacoö Thurm aufrichtenließ. Er war mit Fellen belegt, in der Mitte mitWeidenruthen umflochten, und sonst noch auf alleArt befestigt.
Jener Thurm führte den Namen GonatoS —- derKniebeuger — seit dem Manuel, der Vater des vor-maligen Kaisers Isaak ComnenuS (Lessen Bruder Jo-hannes