Verlust auf Seiten der Selten. Von den unsngen
wurden nur wenige verwundet. Der Cäsar, mein
Gemahl, stand wie ich vorher sagte, mit den geschick-testen Bogenschützen auf den Thürmen. Cäsars Bo-gen war der Bogen Apolls, von dem er gleich demHerkules tödtliche Pfeile abschoß. Nie verfehlte erdas Ziel, welches er sich vorgesetzt hatte. Nur jetztdurfte er seine Kunst nicht anwenden. Dennoch em-pfieng ein Lateiner, der außer andern Feindseligkeitenuns in seiner Muttersprache auch noch Hohn zu spre-chen schien, aus Casars Händen den Tod. Von nunan ward das Gefecht sowohl von außen, als von derMauer herab, ernstlicher, bis der Kaiser mir seineneignen Truppen hinzu kam, und die Lateiner völlig zumWeichen brachte.
Den folgenden Tag riech Hugo dem Gottfried an,sich in den Willen des Kaisers zu fügen, und ihm denEyd der Treue zu schwören, wenn «r nicht Noch einmalmit diesem erfahrnen Krieger in Streit gerathen wolle.Gottfried wies ihn mir Harken Vorwürfen ab. „AlsKönig, sprach er, seyd ihr mit so vielem Reichkhumund mit einem so ansehnlichen Heere aus eurem Landegezogen, und habt euch von eurer Höhe zu dem Stan-de eines-Vasallen herabgewürdigt. Zetzt wollt ihr,als härter ihr wer weiß was Großes? gechan, auchmich zu einem gleichen Schritte bewegen." —- , Herr,erwiederte ihm Hugo, wir hätten in unfern Grenzenbleiben, und nicht nach fremden Gute trachten sollen.Da wir uns aber einmal an einem Orte befinden, wouns des Kaisers Gnade unumgänglich nothwendig ist,so müssen wir unsrer eignen Wohlfahrt wegen, seinenWillen verehren."
Weil nun Alexius versichert war, daß bald Nochmehrere Grafen eintreffen würden, so schickte er seine
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