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[1] (1790) (1790)
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Mittlerweile ereignete sich folgende Begebenheit.Der Kaiser hatte einige Grafen aus dem GefolgeGottfrieds zu sich gebeten, um sie dahin zu vermögen,daß sie Gottfried zu Erfüllung seines Eydeö anhielcen.Die Unterredung dauerte lange, weil die Lateiner vonNatur schwatzhafte Menschen sind. Plötzlich verbrei-tete sich in ihrem Lager das Geschrey, der Kaiser habedie Grasen mit Arrest belegt. Diese Lüge setzte sie indie heftigste Wuth. Schaarenweise brachen sie gegenConstancinopel auf. Entblößt von allen Belage-rungümaschllnen, aber desto trotziger auf ihre Menge.Sie verheeren die Paläste am Silberfee, laufen sogargegen die Mauern von Constancinopel Sturm, undlegen an das Thor unterhalb des Palastes, nahe beyder, ehedem von den Kaisern erbauten, Kirche desgroßen Bifchoffs Nikolaus, Feuer an.

Dieser Auftritt erregte allgemeine Bestürzung inder Stadt. Der wehrlose, unkriegerische Bürger warvor Angst ganz außer sich, und die Freunde des Kai-sers befürchteten, daß der fünfte Tag der Cparwoche,an welchem er vor einigen Jahren Constantinopel ein-genommen, jetzt ein Tag der Strafe für ihn werdenmöchte. Alles was Soldat war lief in der größtenZerstreuung zum Palaste. AleriuS setzte sich ruhigauf seinen Thron, ohne Waffen und Rüstung anzu-legen. Der heitre, sorgenfreye Blick, und die gelaßneStimmung, in der er zu seinen Verwandten und zuden Feldherr» sprach, gossen neuen Much in die Her-zen der Umstehenden. Vor allen Dingen befahl er,daß niemand einen Ausfall auf die Lateiner wagen sol-le, um nicht die Feyer der heiligen Woche, in welcherder Erlöser für uns den schmählichsten Tod geduldet,durch Blut, und was noch mehr ist, .durch Christen-blut zu entweihen. Darauf ließ er den Lateinern mehr-Denkwürdige. I.S. Q* malm