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streckt. Sondern man stemmt sich mit beyben Füße»gegen den Bogen, faßt die Senne mit beyden Hän«den, und zieht sie straf an. In der Mitte liegt eine,in Gestalt eines halben CylinderS, auSgemeiselte Roh-re, von der Größe eines Pfeils. In diese Röhre wer-den kleine jedoch dicke Pfeile gethan, welche die Sennemit einer solchen Heftigkeit fortschnellt, daß sie nirgendsabprallen. Sie dringen durch den dicksten eisernenHarnisch, ja man hat Beispiele, daß sie durch metalle-ne Bildsäulen und Mauern von den größten Städte»gegangen sind, oder sich doch tief in die Steine gebohrthaben. Kurz die Tzagra ist ein bcynahe teuflischesMordgewehr. Sie streckt den Menschen so plötzlichzu Boden, daß er nicht einmal den Schuß fühlt.
Der Pfeil, den der Lateiner auf Marian abdrückte,drang durch den Helm, doch ohne ihm weitern Scha-den zuzusügen. Marian wurde dadurch so entrüstet,daß er auf den Grafen einen andern Pfeil schoß, derihn unter dem Arm in der Seite verwundete.
Ein gewisser lateinischer Priester, der dreizehntevon denen, die um den Grafen fochten, drückte nunvoll Wuth einen Bolzen nach dem andern ab. Vonkaiserlicher Seite blieb man ihm keinen schuldig. DasGefecht ward jemehr und mehr ernstlicher. Dreymalmußten die müden und verwunderen Lateiner von fri-schen Truppen abgelöst werden. Der Priester kämpftenoch immer, obgleich ganz mit Wunden bedeckt, undin seinen Blute schwimmend. Bald liefer ans Steuer-ruder, bald mischte er sich unter die Fechtenden, undalles dieß that er in völligem' priesterlichen Ornat.Ueberhaupt muß man bedenken, daß zwischen unser»und den lateinischen Priestern ein himmelweiter Unter-schied ist, Bey uns heißt es nach der kirchlichen und
evan-