2Z7
das obige Schiff in See stach. Eine angezündtteFackel war das verabredete Signal, das er auf diesenFall zu geben hatte. Kaum, hatte der Admiral diesesSignal bemerkt, so ließ er alle Seegel aufspannen, undalle Ruder anstrcngen, um seine gehoffte Prise nichtentwischen zu lasten, die er auch ungefähr z Stadienvom Ufer auf dem Wege nach Epidamnuö glücklicheinholte..
Der Schiffskapitän stellte, so bald er die kaiserlicheFlotte zu Gesicht bekam, dem Grafen von Provencevor, daß dieß syrische Schiffe seyen, und daß ihm,nebst allen den Seinigen, Tod oder Sclaverey bevor«stehe.
Es war mitten im Winter (am Gedachtnißtagedes heil. Bischoffs NicolauS) eine sehr schöne Nacht,wie man sie selten im Frühling zu haben pflegt. Dieallgemeine Windstille bewirkte, daß das Schiff fastnicht von der Stelle kam.
Marian bat sich von seinem Vater, dem AdmiralMaurocatacalo die leichtsten Fahrzeuge aus, rudertemit ihnen auf dasselbe zu, und legte sich an das Vor-dertheil. Plötzlich sah man alles auf dem Schiffe invölliger Rüstung und zur Schlacht bereit. Der Grafhatte gleich bey Erblickung der kaiserlichen Flotte seineLeute unter die Waffen treten lassen, und sie aufge-muntert, sich tapfer zu vertheidigen. Marian riesihnen in ihrer Muttersprache zu, sie sollten nichts fürcs.reu, und ihren Glaubensgenossen kein Leid zufügen.Demungeachtet schoß einer auf ihn, und traf ihn mitder Tzagra am Helme. Diese Tzagra ist eine bey unsGriechen ganz unbekannte Art von Bogen. Sie wirdnicht so behandelt, daß man mit der Rechten die Sen-ne spannt, und mit der Linken den Bogen von sich
streckt.