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Gegen Abend giengen die Verbannten an dm Ortihrer Bestimmung ab, und der folgende Tag, war zueiner allgemeinen Versammlung bestimmt. Noch be-fürchteten aber die getreuen Diener und-Anverwandtendes Kaisers einen Aufstand unter dem Heer, der sehrleicht die traurigsten Folgen haben könnte, denn manwußte, daß viele mit heimlichen Gewehr umher schli-chen. Diesem Uebel suchten sie auf eine Weise vorzu-beugon, die alle Erwartungen der Rebellen mit einem-msl vernichten mußte, indem sie, gleichsam unter demSiegel der Verschwiegenheit, dem einem und dem an-dern ins Ohr raunten, Nicephorus sey geblendet. Wei-ter unten werden wir sehen, wie das, was itzt nur eineNothlüge war, hernach in Erfüllung gieng.
Den folgenden Tag versammelten sich diejenigen,welche an der Verschwörung keinen Theil genommenhatten, nebst der Leibwache um das kaiserliche Zelt.Einige mit Degen, anders mit Spießen bewaffnet.Jene, schwere Schwerter um den Rücken gehangen,schlossen um den Thron einen länglichten Kreis. Mehrgestützt auf ihren Murh, als ihre Waffen, waren siebereit für das Wohl ihres Herrn alles aufzuopfern.Näher am Thron standen dis kaiserlichen Verwandtenund Blutöfreunde; auch stellten sich zu beyden Seitendir Lanzenträger hin. Der Kaiser erschien in einemmehr kriegerischen, als prächtigen Anzug ( wie er dennüberhaupt kein Freund von Pomp war) nur unterund über dem Throne sah man Gold schimmern. Sei»Haupt bedeckte das Episcynion. (82) Seine Wangen glüh-ten mehr als gewöhnlich, und sein starrer unverwandterBlick verkündigte den Tumult in seiner, Seele. Umihn her stand alles voll Furcht und banger Erwartung.Jenem klopfte das Herz, weil er sich nichts Gutes be-wußt war, diesem, weil er befürchtete, auch als ein
Mit-