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giebt Alexius seinem Bruder, dem Großdomestikus-Hadrian, den Auftrag, den Nicephorus in sein Zelteinzuladen, ihm in Güte das Gestandniß seines Vor-habens abzulocken, und dabey das Versprechen zu lei-sten , cs solle ihm nicht das geringste Leid zugefügt wer-den, wenn er nur alles gestände, und seine übrigenMitverschwornen angabc.
Adrian übernahm Liesen Auftrag, wiewohl mitsichtbarem Mißmuts»; denn er konnte leicht voraus se-hen , wie vieles Unglück sich Nicephorus durch zu weitgetriebne Widersetzlichkeit bereiten würde. Ueberdemwar Adrian mit seiner jüngsten Halbschwester vcrheyra-thet. (79) Dennoch that er alles, was nur in seinen Kräf-ten stand; er bat, flehte, ließ sich bis zu Thranenherab, aber vergebens. Auch die folgende Geschichte,die er ihm erzählte, tonnte den Sinn des Nicephorusnicht erweichen.
EinSmals schlug der Kaiser auf der Reitbahn desgroßen Palastes in Gesellschaft mehrerer den Ballon.Weil sein Pferd sehr erhitzt war, so ritt er etwas beySeite, um es ausschnauben zu lassen. Da nahte sichihm ein Soldat, von armenisch türkischer Herkunft,siel auf die Knie nieder, und that als wenn er um ei-ne Gabe bäte. Plötzlich warf er sich auf die Erde hin,und schrie: Verzeihung! Gnade , Kaiser. Was sollich dir verzeihen, fragte dieser? Daß ich euch ermor-den wollte, sprach er, und zog den Dolch hervor dernoch in der Scheide steckte. Gottes besondre Vorsichtmuß über euch walten, denn dieser Dolch, war euchzugedacht, und mehr als einmal versuchte ich, ihn ausder Scheide zu reisten, aber meine Kraft vermochte esnicht. Der Kaiser hörte dieses Geständniß mit dergrößten Kaltblütigkeit an, die übrigen Anwesendendrängten sich um ihn her, und würden den BösewichkHenkwürdigk, l.H. O zer»