der Küeg gegen die Scythcn war geendigt. Ich selbsteilte '.n meiner Erzählung mit Flügelschnellen Schüt-ten zuin Ausgang desselben, weil ich mich viel zuschwach fühle, ins Detail der Begebenheiten zu gehen,und jeden Umstand und Zwischenfall mit Hellen Farbenauszumahlen. Wenige Tage, nach seiner Ankunftentdeckte sich eine Verschwörung des Ariebes ArmeniuSund des Umperkopulus, die sich schon einen mächtigenAnhang gemacht hattet!. Sie wurden ihres Berge,Heus, durch die triftigsten Beweise überführt; an staktaber nach der Strenge der Gesetze behandelt zu werden,kamen sie aus besondrer Gnade des Kaisers blos mitder Landesverweisung davon.
Eine andre Nachricht, welche sich itzt stark ver-breitete, setzte den Kaiser in neue Bekümmerniß. Eshieß, daß die Comaucr sich wieder zu einem Einsallin unser Gebiet rüsteten, und daß BodinuS in Dal-matien mit den nämlichen Entwürfen umgehe. Nachreistichcm Erwägen, welchem von beyden Feinden erzuerst die Spitze bieten sollte, faßte der Kaiser den Ent-schluß, mit Dalmatien den Anfang zu machen, unddie dortigen Grenzörter zu decken. Der Kriegörath,dem er seine Mcynnng eröffnete, gab ihm allen Bey-fall. Auf seinem Zuge in jene nördlichen Gegendenerhielt er in Philippopolis Briefe vom Erzbischof derBulgarey (7 g), worin ihm die unangenehme Nachricht ge-meldet wurde, daß Johannes, Dux von Dyrrachium,des Sebastocrators Sohn, mit verräterischen Gedan-ken umgehe. Ich brauche nicht zu sagen, was er beydieser Nachricht innerlich litt, wie sehr er zu seiner undseines Bruders Beruhigung alles gerne für eine Lügegehalten hatte, und doch wieder von dem Unverstanddes jungen Menschen alles fürchtete. In dieser Unge-wißheit, die ihm zwischen Furcht und Hoffnung schwe-