senvoll, und so schrecklich, als es noch niemand erlebtbat. Der Vortheil fiel aus Alexius Seite, dessen Trup-pen ein solches Blutbad anrichteken, daß ihnen vomNiedermcHeln die Hände ermatteten, und alle Kraftentgieng. Um die Mittagszeit veranstaltete der Kai-ser , daß alle Bauern in der Gegend Schleuche vollWasser aus Mauleseln zur Armee bringen mußten. DieBauern, welche bisher von den Scythen viel gelittenhatten, trugen mit der größten Bereitwilligkeit Was-ser herbey: auch diejenigen, welche nicht dazu aufge-fordert waren, stellten sich mit Eimern, Schlauchen,oder andern Gesäßen, die sie nur aufbringen konnten,ein. Diese Erfrischung verbreitete neuen Muth undneues Leben. Die Schlacht begaan abermals, undendigte sich nur mit der gänzlichen Vertilgung einesVolks, dessen Menge mit Inbegriff der Weiber undKinder, fast alle Zahl überstieg.
Sie wurde den oysten April am zten Tage derWoche geliefert, weßwegen auch folgendes Lied in Kon-stantinopel hernmgieng: „Den May den May sah keinScothe, das that ein einziger Tag." Gegen Sonnen-Untergang, nachdem sie alle entweder in Stücken ge-hauen, oder gefangen waren, rückte Alexius wieder insein Lager. Wem fällt es nicht sonderbar auf, daßdie Kaiserlichen bey aller Furcht und Mutlosigkeit mitder sie dießmal auf ihren Feind blickten, dennoch denSieg davon trugen, da sie vorhin bey Dristra bey al-lem Vertrauen auf ihre Starke, bey aller Verachtungeines Feindes, für den sie, als wenn er schon ihr Ge-fangner wäre, Stricke mitgenommen hatten, aufsHaupt geschlagen wurden?
Am Abend dieses ermüdenden Tages, als sich derKaiser an der Tafel befand, trat ein gewisser Synesius
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