Druckschrift 
[1] (1790) (1790)
Entstehung
Seite
159
Einzelbild herunterladen
 

entgegen, um einen Vergleich zu Stande Zu bringen,kraft dessen sie das Versprechen, und durch ausgestell-te Geißel Sicherheit leisten sollten, ihre Streiftreyenfernerhin einzustellen, und sich in der Gegend, die sieinne hätten, ruhig zu verhalten, wogegen man sichanheischig machte, sie mit dem iwthigsten reichlich zuversehen- Die Ursache, die den Alexius bewog sichmit den Scykhen zu vergleichen, war Furcht vor denComancrn. Er wollte nemlich die Vereinigung bey-der Nationen Hintertreiben, und die Scythen selbst alsein Werkzeug gegen die Comaner brauchen, wenn die-se noch einmal über dis Donau gehen, und tiefer imLande um sich greifen sollten. Synesius verrichtete sei-nen Auftrag, zur größten Zufriedenheit bcyder Theile.Die Comaner kamen wieder, und hielten um Erlaub«niß an, durch die Pässe nach Marcclla auf die Scy-thsn los zu gehen. Der Kaiser nahm ihre Gesandtensehr gnädig aus, gab ihnen reichliche Geschenke, nur inihr Begehren wollte er nicht willigen, weil ihrn dermit den Scythen getroffene Vergleich alle Feindselig-keiten gegen sie verböte.

Allein die Scykhen vergalten seine Treue mit Un-dank, wie überhaupt alle jene barbarische Nationenwenig nach Vertragen fragen. Synesius mußte nochselbst Augenzeuge der Verheerungen seyn, die sie vonneuem anfiengen. Ihre Verwegenheit war dadurchgestiegen daß sie sich nun vor den Comanern sicher hiel-ten. Sie waren schon bis PhilippopoliS vorgedrungettals Synesius den Kaiser mündlich davon benachrichtig-te, der sich nun aufs neue m einer Noch sich, worausihn nur Much und Verschlagenheit reisten konnten.

Seiner Truppen waren zu wenig, um ein förmli-ches Treffen zu wagen, «isie sollten ihn: also bloß da-zu dienen, die Scythen durch Scharmützel und unver-

muchete