muthete Ueberfalle zu schwachen; und diele an Einnah.me der festen Piähe zu verhindern. Daher sühne «rsie beständig so herum, daß er dem Feind den Vor.sprung abgewann. Die Scykhen aber eilten mit un-beschreiblicher Schneb.igkeir immer tiefer ins Land, undwaren gar nicht mehr weit von der Hauptstadt entfernt.Der Kaiser, der damals bey Kypstlla im Angesicht derScyrhen stand, war nicht im Stande ihrem weiternFortrüFen Einhalt zu khun, weil er sich mit den zuerwartenden Miekhsoldaten noch nicht vereinigt hatte.Er versuchte nochmals sich mit ihnen in Güte abzufin-den , und bediente sich bey diesem FnedenSgescl'üffre desMigidenS, durch den auch die Scythen, wiewohl nurauf eine kurze Zeit, beruhigt wurden.
Migiden verlohr nachher seinen Sohn durch dieTapferkeit eines scythischeu WeibeS, diä ihn währenddes Treffens mit einem eisernen Haken bis in die Wa-genburg schleppte. Der Tod dieses Unglücklichen ver-senkte ihn in den tiefsten Kummer. Er schlug sich un-aufhörlich mit einem Steine auf die Brust, bis er selbstnach drey Tagen verschied.
Von Kypsella giengen die Scythen nach Tauroeo-,mon in die Winterquartiere. Den folgenden Frühling,brachen sie schon wieder nach Chariopolis auf. DerKaiser stand damals bey Bulgarophygon, undnahm sich jetzt vor, nachdrücklich gegen die Feinde zuagiren. Unter seiner Armee befand sich ein eignes Re-gimenk, das aus dem Kern verjüngen Mannschaft be-stand, und ihm die besten Dienste leistete. Es warvom Alexius aus adlichen Kindern errichtet worden,deren Väter im Kriege geblieben waren. Sie erhiel enden ehrenvollen Namen Archontopoli (69), der theils aufden Stand, theils auf die Verdienste ihrer Vater hin-wieß, und sie zu einem unerschütterlichen Muthe in Ge-