Druckschrift 
[1] (1790) (1790)
Entstehung
Seite
127
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dcr große Astronoin EudoxuS, noch Plato haben siegekannt, selbst Manetho, dieser berühmte Zeichendeu-tei-, hatte von ihr säst gar keinen Begriff. Es man-gelte ihnen hinlängliche Kenntniß vom Aufsteigen derGestirne und andere Bemerkungen, auf denen manin der Folge ein ganzes System erbaute. Ich selbsthabe mich anfangs ein wenig damit beschäfftigt, nichtetwa um selbst diese Kunst zu treiben, bloß, um es soweit darin zu bringen, daß ich die Verkheidiger dersel-ben gründlich abweisen konnte. Auch denke man nicht,daß ich dieses hier schreibe, um mit meinen Kennmistcngroß zu thun. Ich ergreife bloß diese Gelegenheit,meinem Vater ein verdientes Lob zu ertheilen, der alsBeschützer der Philosophie und der Philosophen, vieleWissenschaften empor brachte. Sogar die 'Astrologiegewann unter ihm mehrere Anhänger, ob er sie gleichnichts weniger, als begünstigte. Denn eine Kunst,die das Herz des Menschen vom Vertrauen auf dieVorsehung ablenkt, und ihn alles von den Gestirnenerwarten laßt, konnte unmöglich seinen Bcyfall ge-, winnen.

Zu den berühmtesten Astrologen damaliger Zeitzähle ich den vorhin genannten Serh, und den ägypti-schen Alexander. Dieser letztere hat mehrercö sehr ge-nau vorhergefagt. Bisweilen brauchte er dazu nichteinmal das Astrolabium, sondern brachte das, wasman zu wissen verlangte, durch Calculiren heraus.Alles was er machte, erklär ich für alexandrinischcKunststücke, bey denen es ganz natürlich zugibng.Alexius ließ sich einige mal in Gespräche mit ihmein, und war mit seinen Antworten sehr zufrieden.Weil aber sein Anhang unter den jungen Leuten undsein Ansehn (denn man verehrte ihn wie einen Pro-pheten) immer größer ward, so mußte er sich auf kai-serlichen