Druckschrift 
[1] (1790) (1790)
Entstehung
Seite
126
Einzelbild herunterladen
 

«26

Sein plötzlicher Tcd, verschaffte dem Kaiser eine ^große Erleichterung/ .Um diesen Glücksfall sogleich auft Mbeste zu nutzen, gab er sich alle Mühe, sowohl durchBriefe, als durch andre Mittel, Zwietracht unter den ck dBürgern DyrrachiumS zu stiften. Ec beredete die zu MsConstanünopel ansaßigen Venetianer, an ihre Lande-leute, an die Amalphiner, und an andre Einwohner ^dieser Stadt zu schreiben, und sie zum Abfall geneigt Kk«)zu machen. Außerdem zeigte er sich in Versprechun- ' Mgen, und Geschenken nicht sparsam, weil er wohl wuß- 'jijDte, daß ihnen auf diesem Wege am besten beyzukom- 'Mi»men sey. Denn die Lateiner brennen von Geldgier, Mund würden um einen Obolus ihr Liebstes verkaufen.

Die Verschwörung in Dyrrachium kam auch glücklich jzDzu Stande. Derjenige, welcher zuerst den Rach g:-geben hatte, die Festung an Robert zu übergeben,wurde nebst seinen Mitverschworncn niedergemachk,und die Festung dem Kaiser überantwortet, der seine si, ^Zufriedenheit darüber, auf mehr, als auf eine-Art,an den ^.ag legte« (55) EM

Es lebte damals ein gewisser Seth, der sich für »meinen großen Astrologen ausgab, und es auch in sei-ner Kunst sehr weit gebracht hatte. Als Robert sei- ^nen Feldzug nach Illyrien antrat, überreichte er emi- A«gen von des Kaisers Vertrauten ein versiegeltes Billek,mit dem Zusatz, es vor der bestimmten Zeit nicht zu !U Herbrechen. Nach Roberts Tode., ward es auf sein Ge- l»chheiß eröffnet; da fand man folgende Prophczeyung ein- M-,geschrieben.Der große Feind von Norden her hat . 'Lj.auögekobt, und plötzlich sinkt er hin." Alle erstaunten,woher der Mann dieß erfahren habe. !Ui»

Man erlaube mir, daß ich hier etwas über disWahrsagerey spreche. Sie ist eine neuere Erfindung,Kon der man in alten Zeiten nichts wußte, denn.weder

dcc

«