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[1] (1790) (1790)
Entstehung
Seite
114
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Sechstes Buch.

H^ir sagten oben, daß der Kaiser äußert der Sorgefür die Beylegung jener kirchlichen Unruhen, zu-gleich sein Augenmerk auf Kastoria gerichtet habe. Ka-fioria liegt in einem See auf einer schmalen Erdzunge,die sich Landeinwärts erstreckt, und gegen das Ende,rvo sie breiter wird, voll Steinhügel ist. Auf der en-gem Stelle sieht man Werks in Gestalt einer förmli-chen Festung (Kasiron) aufgeführt, von denen der Ortden Namen Kastoria trägt. Gegen diesen wichtigenPlatz zog Alexius mit einem wohlgerüsteten Heere.Als er ihn erreicht hatte, schlug er Zuförderst ein Lagerauf, das mit Wall, Graben, und hölzernen Thürmcudie durch eiserne Klammern zusammengchalken wurde»,befestigt ward. Von hieraus ließ er die Festungswerks'von Kastoria Tag und Nacht ohne Unterlaß durchMauerbrecher und Wurfmaschinen bestürmen. DieMauern fingen auch schon hin und wieder an zu wan-ken, oder gar einzufallen, aber die Belagerten, hiel-ten sich noch immer mit unüberwindlichem Muth. Weiles das Ansehen hatte, als ob sich die Belagerung indie Länge ziehen wollte, so beschloß der Kaiser, dieFestung auch von der Wajserfeike anzugreifen, undzwar an einer Stelle, die ihm sehr vortheilhaft dazuschien.

Er hatte"nemlich öfters beobachtet, daß die Sol-daten von der feindlichen Besatzung, auf der einenSeite die Hügel sehr bald erstiegen, auf der andernSeite aber, mehrere Zeit zum Hinaufsteigen brauchten.Diesen Umstand wußte er trefflich zu benutzen. Er

schaff