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[1] (1790) (1790)
Entstehung
Seite
107
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stand. Vo>r hier kam Jtalus, ich weiß nicht wie,nach Constantinopel, das an gelehrten Männern allerArt,, und an Philosophen keinen Mange! litt., Dennseit dem Kaiser Basilius Porphyrogenetus, bis aufMonomachus waren zwar die Wissenschaften von denMehresten vcrnachläßigt, aber dennoch nicht gänzlichausgestorben, An ihrem Verfall hatte die Weichlich-keit des Zeitalters Schuld, die Liebhaberey für Wach-teln, für Putz, und andre dergleichen kindische Spiel-werke , mit denen man seine Zeit vertändelte, und dar-über Künstelnd Wissenschaften aus den Augen ließ.Die Zeiten des Kaisers Alexius waren dagegen der Ge-lehrsamkeit desto günstiger.

Jtalus kömmt also nach Constantinopel,, hält sichhier zu den Scholastikern, die man als rohe ungeschlif-fene Menschen kennt, und empfängt von ihnen Unter-richt in der Logik, Nachher wird er mit dem berühm-ten Michael PselluS bekannt. Dieser Pfellns war sehrwenig in die Schulen der Gelehrten gegangen, er ersetz-te aber den Mangel erworbner Kenntnisse durch feinkrefticheS Genie, welches er nächst Gott seiner Mutter,und der Jungfrau Maria zu danken hatte, vor derenBilde, in der Kirche des h, Cyrus die erstere ganzeNächte hindurch weinte, und für ihren Sohn Weisheiterbat. Daher kam es denn, daß er für- den gelehrte-sten Mann seiner Zeit galt , der die griechische undchaldäische Weisheit in ihrem ganzen Umfange rannte.

Die Bekanntschaft-,, welche Jtalus mit Psellus mach-te , konnte ihm nicht den geringsten Nutzen verMassen,Die Barbarey feiner Sitten , feine uybiegsamtz Härte,di« sich unter keine Form eines geschmackvollen gründ-lichen Unterrichts schmiegen wollte, verschloß ihm denEingang in das Heiligrhum der Philosophie. Schon

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