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[1] (1790) (1790)
Entstehung
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Veyspiel vorgiengen, thaten nebst der Gemahlin des ^MpiuS all ihr Gold und Silber zusammen, und schick- ^ten es in die Münze. Ihnen folgten andre, mit mehr hoder weniger, je nachdem sie gegen die kaiserliche Farm-lie gesinnt waren. Dieses Geld ward theils zum kf'Solde für die Miethvvlker verwandt, theils dem Kai-ser zugeschickt: allein es wollte nicht zureichen. Hier ^drang eine Parthey auf Entschädigung für die geleiste-ten Dienste, und auf Erfüllung der Versprechungen,die man ihr vorhin gemacht hatte; dort verlangten an« ^dre Erhöhung ihres Soldes. -E

In dieser Noch war weiter kein Mittel als die MKirchenschatze anzugreifen, die nach alten Verordnern- 'gen nur zur Loskausung der Christen aus den Händen i Mder Ungläubigen durften angewandt werden. Da jetzt 'Wraber so viele Christen unter dem Joche der Türken ohne dir HiHülfe schmachteten, so konnte es, wie sich der Hof er- ich!klärte, gar nicht verargt werden, wenn man zum Be- ^ Wsten des Staats von den vielen Schätzen nur den sehr «igeringen Theil zu Gelbe machte, welcher in alten bau-fälligen Kirchen ungenutzt vermodern, und einmal überkurz oder lang Dieben in die Hände fallen mußte.

Diesen Vorschlag eröffnece Isaak der gestimmtenGeistlichkeit, und hatte das Glück ihn durchzusetzen,ob sich gleich nicht wenige so gar mit Ungebühr wider- Hsetzten. Unter andern trat ein gewisser Leo, Bischof ^von Chalcedon, ein sehr strenger bigotter Mann, itt , ^ Hdie Kirche aufdem Schmiedemarkt (z i) und wollte den ^

Arbeitern verwehren das Gold und Silber von den ^

Thüren abzunehmen. Er reizte die Langmuth des Kai- ^

fers auf mehrere Weise, und trieb seine Dreistigkeit ^

aufs höchste, als der Kaiser beym Einfall der Skythen , ^sich auf eine ähnliche Weise Geld zu verschaffen suchte. ^ ^

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