Druckschrift 
[1] (1790) (1790)
Entstehung
Seite
79
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Uebrigens sende ich euch ein goldneS mit Perlen be-setztes Kreutz, eine goldne Büchse worin« Reliquienverschiedner Heiligen, die jede besonders eingewickeltund bezeichnet sind, nebst einigen andern Pretiosen.^

Bis itzt war Alexius noch immmer in der Haupt-stadt geblieben, um von da aus die nöthigen Vorkeh-rungen zur Verkheidigung seiner Länder zu machen.Im Orient richteten wie oben gesagt die Türken (de-ren damaliger Sultan Soleyman hieß, und zu Nicäaresidirte) entsetzliche Verwüstungen an. Sie warenschon bis Propoi,tis vorgedrungen und streiften in derganzen Gegend bis an den Bosphorus, der itzt Da-malig heißt, umher. Die Byzantiner sahen aus ihrenam Meer gelegnen Städten und heiligen Oerkern die-sem Unwesen gelassen zu, und wußten sich vor Bestür-zung nicht zu rachen. Alexius fühlte die Noch seinerUnterthanen zu sehr, als daß er länger unthätig hattebleiben können. Er ließ seine Soldaten , die aus Rö-mern und Chomatenern bestanden, und zum Theil nurleicht bewachet waren, in kleinen Fahrzeugen zur Nacht-zeit an das von den Feinden beunruhigte Ufer steigen,und gab ihnen den Befehl, die Türken, wenn sie ihnenauch an Zahl übe, legen wären, unversihenS zu überfal-len , und dann geschwind wieder zurück zu kehren. DerVersuch gelang, die Türken zogen sich zurück, undAlexius besetzte die von ihnen verlassenen Oerter. Denfolgenden Tag griffen die Kaiserlichen, wie wohl mitaller Vorsicht, die Feinde von neuem an, und triebensie noch tiefe, ins Land hinein. Der Kaiser bekam da-durch neuen Much, ließ seine Truppen zu Pferde sitzen,und durch beständige Scharmützel die Türken beun-ruhigen. Seine Armee wuchs auch nach und nach zueiner solchen Stärke, daß die letzter» allen Widerstandausgeben, und demüthig um Frieden bitten mußten.

Alexius