Druckschrift 
[1] (1790) (1790)
Entstehung
Seite
78
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Allerdurchlauchtigster Christlichster Bruder,

Eure Gesinnungen gegen mich zeugen von eurerFrömmigkeit, da ihr den verruchten Bösewicht, dermein und Gottes Widersacher ist, auch als euren Feinderklärt. Was meine Lander anbetrifft, so steht da.rin alles recht wohl, bis aus einige kleine Platze, diedurch Robert beunruhigt worden. Mit Gottes Be-stand hoffe ich auch diesen zu besiegen. Die von euchverlangten hundert und vier und vierzig tausend Nummos,nebst den hundert seidenen purpurfarbenen Kleidern ha-be ich schon nach der Vorschrift eures getreuen edlenGrasen Buichard durch meinen Minister Constantmabgehen lasten. Das Geld besteht in Silbermünze,n-aa- aliom römischen Fuß geprägt. Die übrigen ver-sprochenen zweyma! hundert und sechzehn tausend Num.men, nebst dem Gehalte für die bewilligten zwanzigA.nomaten sollen eurem getreuen Diener Bagelard ein-gehändigt werden , wenn Eure Königliche Majestät nachgeleistetem Eyde in die Lombardei) wird eingebrochenseyn. Wie der Eyd eingerichtet werden müsse., wirdeuch bereits bekannt seyn: auch soll euch Constantia al-le Punkte die ihr darinn zn beschwören habt, genau vor.legen. Eure Gesandten habe ich noci> nicht zum Eydegelasten , weil ihnen die Vollmacht fehlte, sich mit mirüber gewisse äußerst wichtige Artikel zu vergleichen;darum werdet Ihr , wie mich euer treuer Diener Al-bert versichert hat, selbst die Güte haben , mir den Eyd leisten. Graf Bulchard ist etwas länger bey miraufgehaltcn worden, weil ich ihm den Sohn meinesvielgeliebte» Bruders Jsaac gerne verstellen wollte, da-mit er euch von diesem hoffnungsvollen Kinde erzählenmöchte. Ich betrachte es, da ich selbst kein Kind ha-be als mein eignes, das, so Gott will, unsre beydenHäuser durch Blutöfreundschaft verknüpfen kann.

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