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Zeit aufs genaueste zwischen Andachtsübungen, kffent-lichen Geschäfften und Erhohlungen. Ihre Wohnungwar der Zufluchtsort für Arme und Bedrängte jedesStandes. Priester und Mönche standen bey. ibr mvorzüglichem Ansehn, speisten oft in ihrer Gesellschaft,und von den letztem mußten immer einige zugegen seyn,wenn sie offne Tafel hielt. Zhr äußerlicher Anstandhatte etwas Erhabnes, das jedem, der sie sah, Ehr-furcht einflößte; schon ihr durchdringender Blick wardem Wollüstling unausstehlich. Mit diesem strengenErnst aber verband sie wieder die angenehmste Milde,wodurch sie die Herzen guter Menschen fesselte. Siewar unaufhörlich mit neuen Entwürfen beschaffcigt, wel-che auf das Wohl des zerrütteten Staats, nicht wieihr einige Schuld geben, auf sein Verderben abzweck-een. Bey allen diesen zerstreuenden Geschäfften setztesie noch immer das asketische Leben fort, das von ihremüberwiegenden Hange zum Mönchsstande zeugte. Dengrößten Theil der Nacht brachte sie mit Wachen, Be-ten und Singen zu, und in aller Frühe, oft noch vorTages Anbruch gieng sie an die RegierungSgeschäffkc.Aber auch diese wußte sie so zu ordnen, daß ihr täglichZeit übrig blieb, um die Kirche der heil. Thecla zu be-suchen, die von dem Bruder ihres Gemahls, dem Kai-ser Isaak ComnenuS bey folgender Gelegenheit erbautworden war.
Die Fürsten der Darier hatten die Verträge ge-brochen, welche sie ehedem mit den Römern eingegan-gen waren, und diese Gelegenheit benutzten die Sau-romaten, ehemals Mysier genannt, um über den Zsterzu gehen, der bisher die Grenze zwischen ihrem unddem römischen Gebiete bezeichnet hatte. Der Ueberfallgeschähe im Winker, da der Fluß zugeftoren war. Dienächste Veranlassung zu demselben gaben ihre Grenz«' nachbam