einer ehrenvollen Begleitung aus dem kaiserlichenPalaste.
So hatte denn Alexius alles in Richtigkeit gebracht,bis auf den einzigen Punct, der einem Manne von sozartem Gefühl für Religion und Tugend gewiß nichtunwichtig seyn kann. — Er fühlte Gewissensbissewegen der unzähligen Greuel, die bey der EinnahmeConstannnopels verübt worden, und glaubte seine Re-gierung nicht mit Segen eröffnen zu können, so langeer nicht das geschehene Böse, so viel in seinem Vermö-gen stünde, wieder gut gemacht hätte. Zn dieser Her-zensangst ließ er auf Anrachen seiner Mutter den Pa-triarchen Coömas, (der damals seine Würde nochnicht niedergelegt hatte) nebst einigen Mönchen undden vornehmsten Mitgliedern der heiligen Synode zusich rufen, stellte sich denselben als einen reuigen Sün-der dar, legte ihnen eine aufrichtige Beichte seiner Ver-gehungen ab, und unterwarf sich im voraus jeder Züch-tigung, die sie über ihn erkennen würden. Diese Sy«node aber fand für gut, nicht ihn allein, sondern zu-gleich alle seine Freunde und Verwandte, die an derVerschwörung Theil genommen hatten, mit der Kir-chenbuße zu belegen. Alle waren dazu willig und be-reit, und hacken dabey noch den Trost, daß ihre Ge-mahlinnen freywilligen Antheil an ihrer Büßung nah-men. Vorzüglich zeichnete sich der Kaiser in seinenBußübungen aus. Er zog ein grobes härneö Tuchauf den bloßen Leib an, und schlief vierzig Tage hin-durch, den Kopf auf einen Stein gestützt, auf der blos»sen Erde.
Nach Verkauf dieser Zeit ergriff Akexürs wiedergetrost die Zügel der Regierung. Sein Vorhaben
war, seine Mutter so tief in die Staatsgeschaffte zuverwickeln, daß sie endlich von ihrer Lknentbehr-
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