gleich zu Staude bringen, durch den beyde Theile zu-frieden gestellt werden.
Die Eroberung ConstantinopelS durch Alexius ge-schähe im April des Jahres 1089, und war von Ge-waltthätigkeiten begleitet, wie man sie von einem un«diftiplinirten, aus so vielen Völkern zulummengerafftenHeere erwarten konnte. Alles ward mir Rauben undPlündern erfüllt, nichts, selbst nicht das Heiligste inden Kirchen ward verschont, und zu dem gräßlichenSchauspiel fehlte nichts, als daß auch noch Blut ge-flossen wäre.
Schon vor Eroberung der Stadt hatte der alteKaiser alle Hoffnung aufgegeben, sich gegen zwei) Fein-de halten zu können, und daher den Entschluß gefaßt,mit Melissen in Unterhandlung zu treten. 'Aber erstfetzt, da es schon aufs aufferste gekommen war, machteer Anstalt, ihn zu sich kommen zu lassen. Er schicktezu dem Ende einen von seinen Getreuen ab, um aufDer Flotte die Veranstaltung zu treffen, daß die Trup-pen des Melissen übergefetzt würden. Aber auch dieserAnschlag wurde, ehe noch der Bote die Flotte erreichthatte, Vernichter. Georg Palaolog, der Mittel gefun-den hatte, sich in das Schiff einzuschleichen, auf wel-chem der Bote fuhr, wiegelte hier ohne viele Mühe dieRuderknechte auf, fuhr dann zur Flotte, die er gleich-falls in kurzer Zeit auf seine Seite brachte, seegelte mitihr nach der Burg zurück, und ließ die Matrosen anstand steigen, um auf alle Weife die Ueberfahrt derfeindlichen Truppen zu verhindern.
Alle diese Unglücksfälle zusammen machten denBotaniateS völlig kleinmüthig, ob ihm gleich Nicepho-rus Paläologuö, Georgs Vater, versicherte, daß esein leichtes seyn würde, das Gesindel des Alexius, so
wie