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[1] (1790) (1790)
Entstehung
Seite
51
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vaker her gegründete Ansprüche auf den Thron machenkonnte, sonoeni beleidigte auch seine Ge-nahlnm, diemehr Scbonung verdient hatte. Sie ver siel auch wirk-lich, als sie das Vorhaben des Kayse s zu merken an-fing, in eine Schwermuth, deren Ur>ache sie aller kei-nem entdeckte.

Die Comnener sahen es der Kayserinn bald an, daßsie einen geheimen Kummer aus dem Herzen habe, undhielten dies für die läng;! erwünschte Gelegenheit mitihr offenherzig zu sprechen. Bey der Audienz nahmJsaac auf Aurathen seiner Mutter zuerst das Wort.Meine Kayserinn, sagte er, ihr seyd nicht inehr somunter, so auigeweckl wie ehedem; gewiß habt ihr et-was auf dem Herzen, das euch desto mehr quälen muß,weil ihr es niemand zu entdecken waget." Darf manwohl, erwiederke die Kayseünn seufzend, einen armenFremdling fragen, was ihn im Auslande drücke? ichdenke seine Lage sty schon schmerzhaft genug. Ich ha-be einen Schlag des Unglücks nach dem andern erdul-det und muß noch mehrere erwarten."

Jsaac und Alexius standen betroffen da. Hand inHand gelegt, und den Blick zur Erde geheftet, ver-mochten sie kein Wort hervorzubringen und nahmenendlich in dieser Bestürzung mit den gewöhnlichen Ce-remonien ihren Abschied. Den Tag darauf erschienensie wieder, fanden die Kayserin weit heiterer als dasvorigemal, und faßten daher Muth, sie auf folgendeArt anzureden;Ihr seyd unsre Gebiererinn, und wer-det uns als eure getreusten Diener zu allem was ihrwünscht, bereitwillig findeq. Verbannet künftig allenKummer, der doch nur euer theureö Leben verbittert."Durch diese Versicherung machten sie die Kayserinn sooffenherzig, daß sie ihr endlich das Geheimniß ablockten,D 2 und