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die gewöhnliche Cour, hielten sich aber immer nur einekurze Zeit bey ihm auf, um sogleich zur Kaysennn zueilen. Dieß machte aber ihre Sache Nicht besser.Bald entdeckten sie die Schlingen, welche man ihnenvon allen Seiten legte, und mußten auf Mittel sinnen,denselben zu entweichen. Endlich verfielen sie auf ei-nen Schritt, der in der gegenwärtigen sage für siewirklich der einzige war. Eie entschlossen sich nemlichbey der ersten besten Gelegenheit an den Hof der Kay-serinn zu gehen, und ihr das Vorhaben zu entdecken,vcn dem bis itzt noch kein Mensch etwas erfahren hak-te. Aber auch hier fanden sie Schwierigkeiten; dennihr Entschluß war, zu entfliehen, und es kam allesdarauf an, ihn nicht vor der Zeit bekannt werden zulassen. Wie leicht durfte nicht die Kaysennn, aus zuängstlicher Bcsorgniß für beyder Wohl das ganze Gohsimniß dem Kayser verrathen, der bey dem Vorfallnicht gleichgültig bleiben konnte. Dieser Umstand gabihrem Entschluß gleich eine andere Wendung. Jetztwollten sie nicht mehr fliehen sondern lieber an Ort undStelle jeden günstigen Augenblick mukhig benutzen.Der Kayser hatte keinen Erben, und war in einem Al-ter, das ihm alle Hoffnung benahm, noch einst Vaterzu werden. Er ging also damit um, bey seinen Leb-zeiten einen Thronfolger zu ernennen, und seine Wahlfiel auf einen gewissen Synadenus. Dieser noch sehrjunge Mensch, ein Morgenländer von Geburt, stamm-te aus einemsehr vornehmen Hause, und hatte gewis-se Vorzüge des Körpers und der Seele, die ihm aberdoch kein Reckt auf die Thronfolge gaben. Der sihwa-che Kayser handelte hier ganz unpolitisch, und zog sichdadurch ein schweres Ungewitter zu, da er doch billigvielmehr auf die Ruhe und Sicherheit seiner alten Ta-ge hätte denken sollen. Er verstieß nicht allein gegenseinen Stiefsohn Consiantin, der von Vater und Grcß-
vater