vertriebne Kaiser Michael zu ihnen gekommen sey, undum Beystand angesucht habe. Robert legt diesenBrief seinen Großen vor, und erklärt sich, daß ihn jetztnichts mehr an einem Kriege hindern könne, zu demihn die gerechteste Sache auffordre. Die Versamm-lung laßt sich täuschen, und giebt ihm ihren lautestenBeysall.
Nun spielten Räctor und Robert ihre Rollen someisterhaft, daß es fast nicht möglich war, den Betrugzu entdecken. Reiche und Arme, zum Theii gelocktdurch die goldnen Berge, welche man ihnen versprach,strömten haufenweise auf sie zu. Robert verließ dieLombardei) in Begleitung unzahlicher Menschen, undbegab sich nach Salerno, wo er dem Beylager seinerbeyden Töchter beywohme, von denen die eine an GrafRaimund von Varcino, die zweyte an einen ebenfallssehr mächtigen Grasen Eubuluö vermählt ward. Diedritte war in Constaminopel und an Constantin ver-sprochen, der sie aber schon von Kindheit an nicht lei-den konnte.
Auch diese beyden Heurathen waren wieder nur einsneue politische Sperulacion. Denn Robert verstanddie große Kunst sich bey jeder Gelegenheit, und wo keinMensch es vermuthcc hätte, die wichtigsten Vortheilezu verschaffen.
Ich kann hier unmöglich einen Umstand übergehen,der nicht wenig zu seiner Größe beygetragen hat. Erwar der Liebling deö Glücks, das ihn mit allen Gü-tern überhäufte, so scheel auch die übrigen abendländi-schen Fürsten dazu sehen mochten. Der römische Pabst(Gregor Vll.) bekam Händel mit dem deutschen Köni-ge Heinrich. Er beschuldigte ihn, daß er die geistlichenPfründen verkauft, oder sie schlechten untauglichen Per-