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[1] (1790) (1790)
Entstehung
Seite
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endlich keine Zähne und kein Geld mehr hatte, ließ ihmRobert die Augen auösiechen,

Von nun an ward Robert immer größer an Machtund Reichchum, und gelangte endlich bis zur herzog-lichen Würde, und zum Besitz der ganzen Lombardey,samt den angrenzenden Ländern. Seine Politik halfihm, sich in seinem An sehn zu behaupten, denn er wuß-te durch raufend Mittel die Partheyen der Mißver-gnügten zu unterdrücken. Bald spielte er den gefälli-gen Hosmann: bald besänftigte er das Volk durch Ge-schenke, oder trieb durch Gewalt der Waffen die Wi-derspenstigen zu Paaren.

Unter jene Kunstgriffe, wodurch Robert seine Machtso wohl zu befestigen als auch zu erweitern suchte, mußman auch den Vorwand zahlen, mit dem er seinen Ein-fall in die Kaiserlichen Lande beschönigte. Kaiser Mi-chael hatte seinen Sohn Constantin mit Helenen, Ro-berts Tochter, versprochen. Der junge Constantinwar ein Meisterstück der Natur, von einer Schönheit,als wenn Gottes eigne Hand ihn gebildet hätte. Manwurde bezaubert wenn man ihn nur ansah. Noch im-mer kann ich mich der Thränen nicht erwehren, wennich mich seiner nach so vielen Jahren erinnere. Aberich muß diese Thränen, die das Gefühl meiner Leidenmir erpreßt, bis auf den Zeitpunkt verspüren, wo siemit dem Strome der Erzählung sich vereinigen können.

Dieser Jüngling war schon ehe ich das Licht derWelt erblickte mit Helenen förmlich verlobt, und derHeurathseonlracc schriftlich verzeichnet, da er selbst nochein zarter Knabe war. Boraniakes erklärte bey seinerThronbesteigung diesen Vertrag für ungültig und da-durch reizte er den Vater der verschmähten Helene zu

einem