Druckschrift 
[1] (1790) (1790)
Entstehung
Seite
10
Einzelbild herunterladen
 

ro -

lig Kräfte zu gewinnen. Laß ihn mit uns fertig undvor unfern Waffen gesichert seyn, so wirst du baldeinen offenbaren und schrecklichen Feind in ihm sehen.

Doch diese allgemeinen Vortheile sollen nicht der ein-zige Preis seyn, um welchen ich dein Bündniß verlan-ge. Fodre soviel Geld als du willst, du sollst es ha-ben, wenn du diesen Ursel gefangen in meine Hände l

lieferst. Ueberlege nun ob drey so wichtige Gründe, ^

als ich dir vorlegen will, es wohl werth seyn mögen, i

daß du ein Bündniß mit mir eingehst. Erstlich !

kommst du dadurch zu einer Geldsumme, wie noch kei-ner deinesgleichen in Händen gehabt hat; zweytenSgewinnst du dadurch die Gunst meines Kaisers, dieallein dich zu dem glücklichsten Menschen in der Weltmachen wird, und dri tte nS wirst du dich auch beydeinem Sultan nicht wenig empfehlen, wenn du ihndurch dieses Mittel von einem Feinde befreyst, dersich mit gleich schlimmen Absichten zwischen Rö-mern und Türken herumtreibt, jeden Augenblickbereit, über beyde herzuftürzen."

Nachdem dieses zwischen dem römischen Feldherrnund dem Barbaren Tutak verhandelt und zur Sicher-heit der versprochenen Zahlung Geißeln gegeben wor-den, wurde Ursel, der Abrede gemäß, unversehends ^aufgehoben, nach Amasea geführt und dem Alexiusüberliefert. Aber nun machte das Geld einen Aufent-halt, welches der Kaiser Schwierigkeiten machte zuerlegen, mein Vater aber aus eignen Mitteln nicht so-gleich aufzubringen im Stande war. Tutak drangauf schleunige Bezahlung oder Zurückgabe des Gefan-genen. In dieser Verlegenheit nahm Alexius seineZuflucht zu den Bürgern von Amasea, die er einesMorgens bey sich versammelte.Ihr alle wißt, ffenger an, indem er sich an die angesehensten und reichsten

unter