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[1] (1790) (1790)
Entstehung
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ne Rücksicht auf das Urtheil der Partheyen, gleich weitvon Haß und Vorliebe entfernt, durch eine strenge Ge-rechtigkeitoliebe die erste Pflicht des Geschichtschreibers zuerfüllen suchen. Meine Feinde dürfen also immerhin hof-fen, und meine Freunde immerhin fürchten, daß sienichts von mir Horen werden, als was ihre Thaten werthwaren; und diejenigen sowohl, welche mein Tadel beleidi-gen, als dieMigen, welche mein Beyfall gewinnen wird,mögen sich nicht an mich und mein Unheil, sondern anihr eigenes Gewisse» und an die Wahrheit halten.

Mein Gemahl war Nicephorus Cesar, aus dem Ge-schlecht der Briennier, ein Mann, der an Klugheit undWissenschaft wie an Schönheit der aussern Bildung alleMänner übertraf, die zu seiner Zeit lebten, gleich bewun-dernswcrth, man mochte ihn sehen oder hören. Er hattedem Kaiser Johannes meinem Bruder in mehrern Feldzü-gen gegen die Barbaren, besonders gegen diejenigen, wel-che Antiochia besetzt hielten, gedient; aber weil er sich auchmitten unter dem Geräusch der Waffen nicht ganz, vonden Musen trennen wollte, so wandte er die wenigen Au-genblicke, die der Krieg ihm übrig ließ, dazu an, denkwür-dige Dinge aufzuzeichnen. Unter mehrern Arbeiten dieserArt, alle der Bekanntmachung und Bewunderung würdig,hatte er sich auf Antrieb der Kaiserin mit vorzüglichemFleiß einem Werke gewidmet, das die Thaten des römi-schen Kaisers Alexius, meines Vaters, und vorzugsweiseDiejenigen, welche die Regierungsjahre desselben beschäff-tigten, zum Inhalt haben sollte. Er gieng darin bis aufdie Zeiten des Kaisers Diogenes zurück, und führte vonda den Faden seiner Erzählung bis zu demjenigen hinun-ter, den er zu verherrlichen willens war. Unter diesem

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