Universalhistorische Uebersicht rc. xl.vn
Provinzen setzte/, hatten eine gewisse Macht nörhig,um der äußern Vertheidigung ihrer Provinzengewachsen zu seyn, um gegen den unruhigen Geistder Baronen ihr Ansehen zu behaupten, ihrenRechtsbescheiLen Nachdruck zu geben, und sich imFalle der Widersetzung mit den Waffen in derHand Gehorsam zu verschaffen. Mit der Würdeselbst aber ward keine Macht verliehen; diese muß-te sich der königliche Beamte selbst zu verschaffenwissen. Dadurch wurden diese Bedienungen al-len ' minder vermögenden Frcyen verschlossen, undauf die kleine Anzahl der hohen Baronen einge-schränkt, die an Allodien reich genug waren, undVasallen genug ins Feld stellen konnten, um sichaus eignen Kräften zu behaupten. Dieß warvorzüglich in solchen Landern nöthig, wo ein mäch-tiger und kriegrischcr Adel war, und unentbehrlichan den Grenzen. Es wurde nöthiger von einemJahrhundert zum andern, wie der Verfall desköniglichen Ansehens die Anarchie herbeyssrhrte,Privatkriege Anrissen, und Straflosigkeit dieRaubsucht aufmunterte; daher auch die Geistlich-keit, welche diesen Räubereyen vorzüglich ausge-seht war, ihre Schirmvögte und Vasallen unterden mächtigen Baronen aussuchte.
Die hohen Vasallen der Krone waren alsozugleich begüterte Baronen oder Eigenchumsherrn,
und