Druckschrift 
1 (1852)
Entstehung
Seite
459
Einzelbild herunterladen
 

- 439

Akkorde die zur Bezeichnung nöthigen Harmonien in alter Weisefolgen Messen, wie z. B. hier

leggièro.

t ff

SËE:

gesehehn ist. Auch dies verdient erst schriftlich, dann unmittelbaram Instrumente durchgeübt zu werden.

Eine höhere und reichere Gestalt gewährt es, wenn man (schrift-lich oder in Gedanken) eine Harmoniefolge, übrigens ohne bestimmteAbrundung, in der Weise unsrer ersten Präludien feslsetzt unddiese nun mit einem bestimmten figuralen Motiv durcharbeitet. Insolcher Weise hat Seb. Bach unter andern das Präludium in Cdurim ersten Theile des wohltemperirten Klaviers*) gebildet. Aufeiner in der Beilage XXVIII 'mitgetheilten Harmoniefolge bewegt ersich mit einem überaus einfachen Motive (a),

das bis zum dreiundzwanzigsten Takt in reiner harmonischer Figu-ration beharrt und erst von da au (b) einige Hülfslöne aufnimmt,erst in den beiden vorletzten Takten etwas freier ausläuft. Beidieser höchsten Einfachheit offenbart gleichwohl das Tonstück einen

*) Besonders korrekte Ausgaben sind die von Riefenstahl und von Breitkopfund Härtel.