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1 (1852)
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Vierter Abschnitt.

Ausführung harmonischer Figuration.

Nach dein bereits Bekannten werden wenige Betrachtungengenügen, uns bei der Ausführung harmonischer Figuration sicherzu leiten. Sie zerfallen in zwei Hälften, jenachdem wir die har-monische Figuration aus dem harmonischen oder melodischen Ge-sichtspunkt anschauen.

A. Der harmonische Gesichtspunkt.

Die harmonische Figuration ist in ihrem Grunde nichts anders,als eine wirkliche Harmonie, nur ganz oder theilweis in melodi-scher Form dargestellt. Folglich unterliegt sie allen Regeln, dieuns bei der Harmonie überhaupt geleitet haben. Wenn wir nun,wie in No. 542, von einer zuvor festgestellten Harmonie (oderHarmoniefolge) ausgehn, oder uns wenigstens, wie in No. 546und 549, die zu Grunde liegende Harmonie verstellen : so werdenwir von selbst auf die Befolgung jener Regeln hingeführt. Es tre-ten aber dabei einige erwähneuswerthe Punkte auf.

1. F erzöger le Auflösung.

Betrachten wir noch einmal ein Paar Figurationen aus No. 546mit ihrer harmonischen Grundlage.

t!

In der einfachen Harmonie lösen sich die Septimen-Akkordeganz richtig auf; die Terz h steigt nach c, die Septime f fälltnach e. In der Figuration geht bei a die Septime im zweitenAkkorde nicht nach e, sondern nach g, dann folgt erst in derselbenStimme c und endlich kommt e nach ; dessgleichen geht bei b imzweiten Akkorde die Terz h nicht nach c, sondern nach e, dar-auf folgt g und nun endlich kommt das verlangte c. Sind dieseTöne falsch behandelt? Nein; in der Figuralslimme sind drei ver-schiedne harmonische Stimmen enthalten, deren Töne nur nichtgleichzeitig, sondern nach einander auf’treten. Man nennt dies ver-zögerte Auflösung.

Derselbe Fall zeigt sich, wenn Vorhalte in die Harmonietreten. Hier