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Endlich kommt noch bei den vielfältigen Stimmungen und Be-wegungen der Volkslieder
3. die Form der Harmonie
in Erwägung. Bis jetzt haben wir die Akkorde zwar in verschied-nen Lagen u. s. w., stets aber so gebraucht, dass die zu jedemgehörigen Töne in der Regel gleichzeitig eintraten. Aber eben indiesem stets gleichzeitigen Auftreten von je drei oder mehr Tönenlag eine Schwerfälligkeit und Ungefügigkeit, die wir längst (No. 120)inne geworden sind und bei unsern jetzigen Aufgaben gründlichüberwinden müssen.
Das Mittel dazu haben wir längst in Händen. Wir wissenschon seit No. 61, dass die zu einer Harmonie gehörigen Tönenicht blos gleichzeitig, sondern auch nacheinander gesetztwerden können; im ersten Falle tritt die Harmonie in ihrer eignenGestalt, im andern in melodischer Form auf*). In dieser bietetsie uns vielfache sinnreiche Bildungen, die wir harmonischeFigurationen (S. 234) nennen und zuvörderst besonders betrach-ten müssen.
Dritter Abschnitt.
Die harmonische Figuration.
Aufsuchung ihrer Motive.
Wir wissen bereits, dass mit dem Namen: harmonischeFiguration die Darstellung einer Harmonie in melodischer Formbezeichnet wird ; die Töne eines Akkordes treten nicht gleichzeitigsondern nach einander auf. Aber in welcher Folge? Hier sindschon bei drei Tönen sechs Möglichkeiten, ■—
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und viele ähnliche, die jeder selbst aufsuchen oder bilden mag.
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