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beweglern und mannigfach wechselnden Rhythmus nach sich gezo-gen und damit die Melodie bestimmter karaklerisirt. Es kann da-her von jener gleichmässigen Verkeilung der Akkorde, die imChoral Regel war, hier nur noch ausnahmsweise die Rede sein;die Harmonie hat nicht mehr die Obliegenheit, uns durch Man-nigfaltigkeit und besondre Kraft für die Einförmigkeit des Rhyth-mus zu entschädigen; sie will gar nichts andres als den Gesang desLiedes unterstützen, die begleitenden Stimmen ordnen sich derLiedweise ganz unter. — Auch ein Theil der neuern katholischenAndachlslieder schliesst sich dieser Tendenz an.
Wir müssen daher bei der Behandlung solcher Weisen vorAllem
1. das Maass der Harmonie.
bestimmen. Aber nach welchem Gesetze? — Nach einem für unsschon begründeten.
Schon S. 255 haben wir die Akkorde als Räume ansehengelernt, innerhalb deren sich die Stimmen (also auch die Haupt-stimme) bewegen. Gehen wir nun von einem Akkorde zu einemandern fort, so heisst das nichts anders, als: die Stimmen (dieHauptslimme) begeben sich aus einem Raum in einen andern. Diesist in jedem Fall ein bedeutenderer Schritt, als wenn die Bewegunginnerhalb eines einzigen Raumes (Akkordes) bleibt.
Dessgleichen haben wir (S. 247) die verschiednen Tonarten,durch die. wir in einem Tonstücke gehn, als Räume , — aber alsgrössere und wichtigere, bedeutsamer unterschiedne angesehn.
Es ist also klar, dass wir jeden Schritt in einen andern Raumals einen wichtigem Moment im Ganzen empfinden, der den Inhaltdes einen Raumes von dem des andern mehr oder weniger entschie-den trennt. Mithin müssen wir in der Regel
die zusammengehörigen Töne der Melodie auch soviel wiemöglich in einem harmonischen oder modulatorischen RaumeZusammenhalten.
Welche Töne aber zusammengehören, das entscheidet zunächstdie rhythmisch melodische Konstruktion des Liedes.
Untersuchen wir zuvörderst die Melodie des allbekannten eng-lischen Volksliedes.
(Theil 1.)
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Die Aehnlichkeit des ganzen Baues (auch im zweiten Theile)lässt leicht erkennen, dass die Melodie aus lauter Abschnitten vonje zwei Takten besieht. Wollen wir diesen Gang der Weiseauf das klarste und einfachste herausstellen, so müssen wir, —