die dorische Tonart auf das Engste mit der mixolydischen, — so,dass z. ß. der Choral: 0 wir armen Sünder, in Leiden gesungenwurde. Sie geht mit der mixolydischen nach C ionisch, oder nimmtan der Einheit des Mixolydischen mit dem Ionischen Theil; unddesshalb nimmt sie auch die Ausweichung des Ionischen in dessenEnterdominante, F lydisch, an; ohnehin ist ja der karakteristischeTon des Lydischen, h , auch für das Dorische ein wesentlicher.Dass übrigens selten oder nie alle diese Modulationen in einem ein-zigen Gesang beisammen gefunden werden, versteht sich.
Als Beispiel für diese wichtige Tonart des alten Systems wäh-len wir den Choral: Erschienen ist der herrlich’ Tag; wenn erauch nicht einer der reichsten und tiefsten ist, so bietet er dochGelegenheit, das Dorische eben in den fernerliegenden und seltnemWendungen zu betrachten.
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Wir sehen hier nämlich die erste Strophe in das Mixolydischeausweichen (wenn man nicht dafür den Schluss in G ionisch setzenwill), die folgende Strophe äolisch, die dritte im ionischen C , dievierte im genus molle des Ionischen (eine lydische Wendung —
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würde dem Haupltone noch entsprechender sein) schliessen. Gleich-wohl zeigt Anfang und Schluss, besonders auch der Anfang derzweiten Strophe, die dorische Tonart sicher genug an.