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eigner Wahl vorauszuschicken (erster Akkord des letzten Takts),da es so leicht wurde, nach dem Ionischen noch G dorisch zurEinleitung des Schlusses heranzuziehn. — Die Auslassung derTerz im Schlussakkorde der zweiten Strophe, und die] Anwen-dung von Dreiklängeu statt Dominant-Akkorden ist den Altenhäufig eigen.
Vierter Abschnitt.
Die dorische Tonart.
Die Quinteufolge führt uns vom Mixolydiscben zum Dorischen,der ersten Molltonart des alten Systems. Wir wissen schon vonihr, dass sie auf der Unterdominanle einen grossen Dreiklang hat,und dass sie auch den Dreiklang der Oberdominante durch Einfüh-rung des cis in einen grossen verwandeln und damit bestimmt undfest schliessen kann. So waltet bei ihr, der Masse nach, Dur vor,und die Mollharmonie der Tonika kann nun nicht trüb, sondernnur hochernst ansprechen. Dies ist der Karakler der Tonart;ernst und streng, aber nicht trüb, sondern aufgehellt durch dasvorwaltende Dur, war sie den Alten der Ton für hohe kirchlicheFeier, dem sie ihre feierlichsten Gesänge, z. B. den Glauben, undüberhaupt mehr Kirchentexte anvertrauten, als irgend einer andernTonart. Diesem Karakter entspricht auch der authentische Ka-rakter und die tiefe Tonlage der meisten dorischen Melodien.
Die nächste Modulation macht das Dorische nach seiner Ober-dominante, dem äolischen A , oder stellt auch auf ihrer eignen To-nika diese nächstverwandte Tonart im genus molle (d, e, J\ g , <z,b , c, d) dar. Diese Modulation tritt daher früh, oft in der erstenStrophe ein; z. B. in dem Choral: Mil Fried’ und Freud’ ich fahr’dahin, in der ersten und zweiten Strophe, in der ersten Strophedes Liedes: Christ unser Herr zum Jordan kam u. s. w.; kehrtauch wohl ein und mehrmals wieder. Wir finden sogar dorischeMelodien, die in äolischer Ausweichung schliessen, z. B. den Cho-ral : Durch Adams Fall ist ganz verderbt. Doch ist es auch oft derFall, dass andre Modulationen der äolischen vorangehn. Woherkommen nun diese?
Aus der engen Verbindung mit dem Mixolydischen, mit wel-chem das Dorische seinen Unterdominant-Akkord und beide karak-teristische Töne (/ und k) gemeinsam hat. Daher verbindet sich