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1 (1852)
Entstehung
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vom Ionischen, gleichsam als blosse Verkehrung desselben, be-trachtet worden. Allein auf der andern Seite müssen wir esauch als Tonart für sich ansehn, die sich schon in den bisherigenZügen eigenthiimlich genug hingeslelit hat.

Als solche folgt sie nun dem allgemeinen Zug, der allen neuernund altern Tonarten (mit Ausnahme der phrygischen) eigen ist,sich zu der Dominantenionart zu erheben, also nach D. Hieraber findet sie nicht, wie unsre Durionarten, ein neues Dur, son-dern die dorische Tonart, Moll mit grosser Sexte. Es zeigtsich, dass die beiden im Mixolydischen karakteristischen Töne, näm-lich h und /, auch im Dorischen die wesentlichen sind. Diese Ge-meinsamkeit der wesentlichen Töne zieht zwischen den mixolydi-schen und dorischen Tonarten enge Verbindung nach sich, undzwar eine bedeutsamere, als zwischen unsern Tonarten und ihrenDominanten, da sie zwei verschiedne Gattungen, Dur und Mollzusammenbringt.

Daher hat nun das Mixolydisehe besondre Neigung, in dasDorische auszuweichen, und zwar oft schon in der ersten oderzweiten Strophe, z. B. in den Chorälen: Auf diesen Tag so freu-denreich, und: 0 Christenmensch. In diesen Chorälen wird dasDorische in seiner ursprünglichen Tonreihe, auf D, ergriffen. Eben-sowohl aber erscheint es in mixolydischen Tonstücken auf dermixolydischen Tonika auferbaut, also dorisch im genus molle,g, er, b , c, d , e, f.\ g. Dies hilft besonders bei Schlüssen, diehypoionisch sein ein ßs enthalten müssen , die mixolydisehe Ton-art ungeachtet des fremden Schlusses karakterisiren. Hier

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sehen wir einen solchen Fall vor uns. Die Schlussakkorde sindhypoionisch (nach unsrer Sprachweise Cdur), also nicht dem Haupt-ton eigen. Dafür geht voran: erst der tonische und Unterdomi-nant-Akkord der ionischen Tonart, sodann der tonische Akkordder in das genus molle versetzten dorischen Tonart ( g-b-d) undso ist der Hauptton durch seine beiden Hauptstützen hinlänglichbefestigt.

Diese zweite Beziehung der mixolydischen Tonart, auf diedorische , vollendet das Bild ihres Karakters. Den Grundzugdesselben haben wir oben erkannt; es war Erhebung, Auf-schweben aus dem festen Ionischen, das aber nicht zu eigner,abgeschlossner Bestimmtheit gelangt, und darum einen weniger