eine Modulation, die unserm Gdur fern liegen würde. Es stelltaber diese seine nächstverwandte Tonart auch auf seiner eigucnTonika dar, oder (was dasselbe ist) geht in das Hypoionische, indie Tonreihe g , a, h , e, d, e, fis, g über.
Hier sehen wir nun, dass der Ton fis den mixolydischen Ge-sängen nicht gänzlich versagt ist, dass er ihnen aber nurmittels einer Ausweichung zukommt. Daher ist es ihnenum so wünschenswerter, das karakteristische /so bald wie mög-lich recht bezeichnend einzuführen, und man würde gegen den Sinnder Tonart verstossen, wenn man z. B. im Anfänge des Chorals:Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist —
a. , i b. c.
519
m
i i
mE+
J-J iJ. JJ.
*
4=
rr-F
den zweiten Akkord mit /«bilden, oder auch nur das karakteri-stische /umgehen, oder weniger stark ausdrücken wollte (wie beib und c), als oben (bei a) durch die Uulerdominanle des ionischenStammtons geschehn ist.
Es tritt sogar der Fall ein, dass ein durchaus mixolydischesTonstück in G ionisch, also mit fis, geschlossen werden muss.Dies ist bei dem nachfolgenden böhmischen Liede : 0 Chrislenmensch,merk’ wie sich’s hält, der Fall, dessen Melodie gerade mit a, fis , gendet, — wenn nicht vielleicht das fis ursprünglich a geheissen.Dann, wenn mit einer Ausweichung in G ionisch geschlossen wird,ist es rathsam , zuvor das mixolydische / nachdrücklich einzuprä-gen , oder auch wohl den letzten Schlusston zu verlängern und zueinem nochmaligen mixolydischen Schlüsse —
520
s
?
_OJ
zu benutzen.
Wiederum in Folge des engen Verhältnisses zu C ionischfolgt G mixolydisch demselben zu dem Uebergange nach A äolisch.So könnte die erste Strophe des Chorals: An Wasserflüsseu Baby-lon, in Gdur (hypoioniscb), oder auf der Dominante von C ionisch,oder endlich auf der Dominante von A äolisch —
*) Auch dieses uud viel ähnliche Beispiele ist eine Oktave tiefer zu lesenund zu spielen, wenn es den rechten Ausdruck geben soll.